Hund - Hundefutter für Allergiker

Hunde mit Allergie (c) Slawomir Janiczek / pixelio.de

Kratzen, niesen und eine laufende Nase sind die ersten Symptome einer Allergie. Doch muss sich eine solche nicht auf den Menschen beschränken. Auch unsere geliebten Vierbeiner sind vor dieser unangenehmen Last nicht befreit. Immer mehr Hunde leiden unter Allergien, welche am häufigsten im Alter von einem dreiviertel Jahr und zwei Jahren auftreten. Die Auslöser, die das Immunsystem überreizen, können vielfältig sein. Die häufigsten Erreger sind Flöhe, welche durch ihren Speichel oder Kot zu Hautreizungen führen, aber auch Gräser und Pollen können die Symptome auslösen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich aber vor allem eine Form der Allergie bei den Hunden gehäuft – die Futtermittelallergie, von der etwa jeder fünfte Vierbeiner betroffen ist.

Auslöser und Symptome

Eine Futtermittelallergie wird ausgelöst durch Eiweiße, welche im Futter zu finden sind. Am häufigsten durch Rind, Lamm, Schwein, Milch, Huhn, Ei, Sojaprodukte und Gluten / Getreide. Bei einer Überempfindlichkeit des Hundes auf diese Bestandteile, kommt es zu Hautirritationen (meist an Pfoten, Achseln, Gesicht und in der Leistengegend), Juckreiz und Verdauungsstörungen, welche sich meist durch Blähungen, Erbrechen und Durchfall bemerkbar machen. Auch eine Änderung des Fressverhaltens ist möglich, der Hund möchte sein Futter manchmal gar nicht anrühren und wirkt dann im nächsten Moment wie ausgehungert. Als Folge einer länger dauernden Appetitlosigkeit kommt es häufig zum Gewichtsverlust.

Diagnose

Ob es sich letztendlich um eine Futtermittelallergie handelt, kann nur ein Tierarzt feststellen, denn auch Hunde, die jahrelang das gleiche Futter zu sich genommen haben, können plötzlich allergisch auf genau dieses Hundefutter reagieren. Tierärzte informieren häufig auch online über Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten, allerdings schließt das natürlich einen persönlichen Besuch nicht aus. Zudem müssen Krankheiten mit ähnlichem Krankheitsbild (beispielsweise die Flohspeichelallergie) ausgeschlossen werden. Die Diagnose einer Futtermittelallergie ist meist langwierig und erfolgt nicht über die merkwürdigsten Diäten, sondern es findet eine Ausschlussdiät über sechs- bis zehnwochen statt. Das heißt, der Hund wird nur mit einer Protein- und Kohlenhydratquelle gefüttert. Am besten mit Hundefutter, welches zuvor noch nicht gefüttert wurde – je ausgefallener das verarbeitete Fleisch, desto geringer die Möglichkeit einer allergischen Reaktion. Sehr gut eignen sich beispielsweise Känguru- oder Straußenfleisch. Nach dieser Zeit bekommt der Hund für etwa zwei Wochen wieder sein altes Hundefutter und die Reaktion darauf wird beobachtet. Treten die Symptome erneut auf, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Futtermittelallergie.

Spezielles Hundefutter für Allergiker

Hund frisst Hundefutter für Allergiker

Hundefutter für Allergiker (c) Bernd Kasper / pixelio.de


Um sich und seinem Vierbeiner das Leben zu erleichtern, wurde spezielles Hundefutter für Allergiker auf den Markt gebracht. Denn auch Fachgeschäfte für Tierzubehör, wie das Futterhaus, haben sich dem Thema Futtermittelallergie gewidmet. Neben dem entsprechenden Sortiment ist es vor allem auch ein Anliegen der Fachgeschäfte ihre Kunden zu informieren. Der Unterschied zum herkömmlichen Futter ist zum einen die Deklarierung. Auf der Verpackung von „Billigprodukten“ sind nie alle Zutaten zu 100% aufgeführt und meist sind noch andere Fleischsorten, als die angegebene enthalten. Natürlich wird hypoallergenes Futter auch mit anderen Fleischsorten hergestellt, die nicht als Auslöser von Allergien gelten – Strauß, Wild, Känguru oder Fisch zum Beispiel. Im Onlineshop Allergo findet man verschiedenes Hypoallergenes Hundefutter aus unterschiedlichstem Fleisch, das man sich einfach nach Hause liefern lassen kann. Es gibt zwar einen Preisnachlass bei einer größeren Bestellung, dennoch ist der Preis im Vergleich zu anderen Tierfachgeschäften nicht ohne. Im Hundefutter für Allergiker gibt es meist nur eine Proteinquelle und auch auf Getreide wird verzichtet. Zwar kann eine derartige Allergie bei Hunden nicht geheilt werden, aber es gibt mittlerweile eine breite Palette an Möglichkeiten um dem Ganzen über Hundefutter für Allergiker entgegen zu wirken und dem Vierbeiner ein langes und gesundes Leben zu bescheren.

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